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Kanalmuseet_english

Das Kanalmuseum und Des Dalslands Kanal

Der Fluss Upperudsälven, der sich vom Vänern bis zum See Stora Lee in Südostvärmland erstreckt, wurde in den Jahren 1864-96 in einer ersten Etappe von Köpmannebro bis Lennartsfors mit Schleusen ausgebaut und „Dalslands-Kanal“ genannt. Durch den Ausbau wurden die Transporte zu Wasser zu den Industriebetrieben längs des Kanals erleichtert.

Der Kanal hat heute auf der Strecke bis hinauf nach Bengtsfors und zum See Lelången 21 Schleusen. Auf der Strecke bis zum See Stora Lee,bei Lennartsfors, gibt es drei weitere Schleusen. Der Höhenunterschied zwischen dem Vänern und dem Stora Lee beträgt 58 Meter. Die dalsländischen Schleusen sind 22,75m lang, 4,05 m breit und 1,80 m tief. Die Länge des Kanals vom Vänern bis zum Stora Lee beträgt 80 km.

Vor der Entstehung des Kanals, vom Anfang des 17. Jahrhunderts bis etwa 1870, wurde an vielen Orten längs des Flusses Eisenverarbeitung betrieben. Das Eisenerz kam zum gröbten Teil aus Bergslagen und wurde mit Schiffen über den Vänern nach Upperud verfrachtet, um dann auf der Strabe weitertransportiert zu werden. In Upperud lag seinerzeit der gröbte Industriebetrieb von Dalsland: eine Eisenhütte mit neun Hämmern und drei Sägen. Das erste Eisenhammerwerk der Region wurde 1664 von dem Ratsherren Paul Roches aus Göteborg zwischen Upperudshöljen und dem See Spången angelegt. Am Ende des 17. Jahrhunderts hatte Upperud Schmiederechte für 450 Schiffspfund erhalten (= ca. 764 t/Jahr)

Die Eisenhütte – bis 1840 die gröbte von Dalsland – wurde 1871 nach zweihundertjährigem Betrieb stillgelegt. 1866 wurde eine Zellulosefabrik angelegt, die bis etwa Ende 1950 in Betrieb war. Bei Glyckshult, 2,5 km nördlich von Håverud, wurde um ca.1640 ein Hochofen gebaut.

Sägewerke und Holzflösserei wurde in grossem Umfang in der Nähe der Eisenhütten betrieben. In den Flüssen von Upperud und Håverud wurde ausserdem Lachs gefischt. Diese Wasserfälle gehörten zu Beginn des 19. Jahrhunderts dem Baron Henry St. Cyr, der Gräfin Ulla Ramel und dem Amtsrichter Wolrath Ulfsparre.

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In Upperud hat es u.a. eine Walzenmühle, eine Holzschleiferei, ein Sägewerk, eine Ziegelei, eine Bootswerft, eine Strohflechtschule und eine grobe Landwirtschaft gegeben. Reste aus dieser Zeit sind der Herrenhof Upperud und die vier Schmiedhäuser mit den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden.

Nach der Ära der Eisenhütten hielten die Holzverarbeitung und die Papierindustrie in den Fabriken am Kanal Einzug, so auch bei Upperud und Håverud.

In Håverud wurde 1880 von Alexander Halling die Håfreströms AB gegründet, um Zellulose für die Papierprodukton aus der eigenen Holzschleiferei  herzustellen.1890 wurde eine Zeitungspapiermaschine installiert. Mitte 1950 arbeiteten rund 190 Personen in der Fabrik in Håverud. 1974 wurde die Papier- und Zelluloseherstellung in dieser Fabrik eingestellt und in die Fabrik in Åsensbruk verlegt, die heute zu dem Trebruk-Konzern gehört.

Schon 1891 hatte die Fabrik in Håverud elektrisches Licht durch einen eigenen Generator, der 80 Kohlenfadenlampen von je 16 W mit Gleichstrom von 100 V Spannung versah.

Der damalige Fabriksbesitzer von Upperud, Axel R. Jansson, lieb 1896 einen 110-V-Generator installieren, der Upperud mit elektrischem Licht versah. 1905-1908 wurde in Håverud ein Kraftwerk mit zwei Generatoren gebaut. Die Turbinen wurden über einen 230 m langen Tunnel vom See Åklången betrieben. Das Kraftwerk lieferte 3000 kW bei einer Wasserführung von 45 m3/s. Ein dritter Generator wurde 1915 installiert.

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In Håverud gibt es vier Schleusen mit einem Gesamtstufenunterschied von 10 m. Die gröbte Sehenswürdigkeit des Dalslands Kanals ist zweifellos der Aquädukt. Er ist das Meisterwerk des Freiherrn Nils Ericson. Statt zwischen den Seen eine Eisenbahn zu bauen, kam er auf die geniale Idee, auch hier Schleusen und einen Aquädukt über den Flub zu bauen, der aus Eisen und mit 33.000 Nieten zusammengesetzt ist. Er funktioniert nach wie vor einwandfrei und ist eine unserer gröbten Touristenattraktionen hier in Schweden – ja, vielleicht sogar in Europa.

In Schweden gibt es einen weiteren Aquädukt am Göta-Kanal, der in den sechziger Jahren aus Beton gebaut wurde. Er ist bereits für rund eine Million Kronen repariert worden. Das ist etwa ebensoviel, wie der Bau des ganzen Dalslands Kanals gekostet hat.

Das Kanalmuseum, das dem Heimatpflegeverein Skålleruds Fornminnes- och Hembygdsförening gehört, war bis 1968 das Büro der Håfreströms AB.

Das Museum berichtet über Kinder, Frauen und Männer und deren Leben an den Flüssen und Seen des Dalslands-Kanales, von der bäuerlichen Arbeit des 18. Jh. Bis zur heutigen Papierproduktion.

Hier wurde Laxfischerei in den Flüssen betrieben, Mühlsteine im Lianefjäll gebrochen, Eisen in Upperud verarbeitet, der Kanal gebaut, Stämme geflösst und Zellulose und Papier hergestellt.

Nachedem das Museum 1997 umgebaut wurde, werden all diese Tätigkeiten auf eine phantasievolle und pädagogisch wertvolle Weise dargestellt, wobei versucht wurde, das ursprüngliche Milleu zu erhalten. Der Besucher hat so die Möglichkeit, sich in einer stimmungsvollen Atmosphäre in diese Zeit zurückzuversetzen.

Das Museum schildert das Leben am Fluss, wie es vor, während und nach dem Kanalbau war.

Die technische Abteilung wurde in der früheren Maschinenwaschhalle eingerichte. Hier finden Sie verschiedene Dampfmaschinen, Motoren u.v.m., ebenso das erste Gleichstromaggregat Westschwedens von 1891, angeschlossen an eine Edison-Lampe.

Der Kanal-Wirtschaftsführer Herman Ahlin (1879-1953) hat durch sein Fotointeresse der Nachwelt eine Sammlung erhalten, die ein Stück Kulturgeschichte aus der Glanzzeit des Kanals darstellt. Hier im Museum können Sie viele seiner Fotos sehen.